Miriam-Heiler

Mirijam Heller

Juni 2025

Mirijam Heiler wurde 1991 in Brixen, Italien, geboren. Sie lebt und arbeitet in Bozen, Italien. Heiler studierte Freie Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe sowie Theologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Deutschland. Die Arbeit der Künstlerin zielt nicht darauf ab, den Lärm der Welt zu verstärken, sondern zeigt lieber das Stille, das Reduzierte. Ordnung, Wiederholung und Zurückhaltung stehen im Mittelpunkt. Die Gemälde sind meist monochrom, geprägt von Nicht-Farben und Pastelltönen wie Grau, Blau oder Rosé. Statt viel zu erzählen, lässt Heiler bewusst Leerräume. Sie interessiert sich dafür, was sichtbar wird, wenn man Dinge wegnimmt. Unaufgeregt sind ihre Werke eine bewusste Ablehnung von Überfluss, von Lautstärke, von Aufdringlichkeit. Die visuelle Sprache bleibt konsequent reduziert, keine Illustration, keine Erzählung. Wiederholungen und wiederkehrende Elemente spielen eine zentrale Rolle, wie in Poem Pine Needles.

Die Kiefernnadeln werden zu Zeichen wie eine Mischung aus Buchstaben und Ideogrammen. Ein wiederkehrendes Thema in Heilers Werken ist das Wohnen in Form von Häusern, Zelten oder fragilen Strukturen. Es geht weniger um Architektur als vielmehr um Fragen des Rückzugs, der Ordnung, der temporären Sicherheit. Ihre Kunstwerke eröffnen Räume der Konzentration und mögen leise den Versuch unternehmen, auf die Komplexität der Gegenwart zu antworten. Die Ausstellung mit dem Titel DUO für die 13. Ausgabe von Carte Blanche zeigt Werke der letzten Jahre. Der Titel erinnert an die doppelte Präsenz mehrerer Kunstwerke im gesamten Ausstellungsraum in verschiedenen Größen und spielt mit der einfachsten Form der Wiederholung selbst.

„Minimalism is not about having less. It’s about making room for more of what matters.“
— unknown

Arbeit

Kontakt

carteblanche@hotelaurora.bz

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Über

DUO – Mirijam Heiler

Die Einzelausstellung DUO von Mirijam Heilers Werken wird als umfangreicher Überblick über die letzten drei Jahre des Schaffens verstanden. Es ist die 13. Ausgabe der Carte Blanche-Reihe und schafft es, die verschiedenen Bereiche des Hotels durch die Präsentation verschiedener Kunstwerke, die jedoch alle einen ähnlichen Appell haben, miteinander zu verbinden.
Heilers Werke basieren auf der Wiederholung einfacher geometrischer Formen, die sich oft in Gitter verwandeln. Gitter können unendlich wiederholt werden und verkörpern das Organisationsprinzip par excellence. Es sind Einfachheit und Ordnung, die vorherrschen.
Seit Beginn ihrer Praxis interessierte sich Heiler für den kulturellen und historischen Wert von Strukturen und Grenzen und wie sie die Wahrnehmung der Menschen von der Welt prägen.
Heiler zeigt in ihren Werken gerne Reduktion und nimmt weg, statt hinzuzufügen. Sie bietet eine neue Version davon, wie man nicht-verbale Gedichte berühren und fühlen kann, und reflektiert in ihren Werken, wie Künstler wie Irma Blank ihre künstlerischen Ausdrucksformen geprägt und beeinflusst haben.
Für die Einzelausstellung in den Räumlichkeiten des Aurora Hotels in Meran hat Heiler neue Werke mit Tinte auf Papier wie Casa I bis Casa V, alle 2025 entstanden, geschaffen. Die Vorstellung von Zuhause, dem Haus, ist vorherrschend. Die Gemälde sind meist monochrom, geprägt von Nicht-Farben und Pastelltönen wie Grau, Blau oder Rosé.

Ihre Arbeit erkundet die vielschichtigen Bedeutungen von Haus und Zuhause nicht nur als physische Räume, sondern als Gefäße des Gedächtnisses, der Identität und der Transformation. Mit feinen Linien von Bleistift auf Papier schafft sie semi-abstrakte Kompositionen, die häusliche Architektur als Zufluchtsort und Ort persönlicher Entwicklung neu interpretieren.
Im Mittelpunkt von Heilers Praxis steht das Engagement, weibliche Selbstbestimmung auszudrücken. Das Haus, oft als traditionell weiblicher oder eingeschränkter Raum gesehen, wird zu einer Metapher für Stärke, Selbstdefinition und Rückeroberung. Durch subtile Texturen, komplexe Linienführung und reduzierte Formen zielt sie darauf ab, starre Strukturen visuell und konzeptionell herauszufordern und zu mildern, während sie gleichzeitig die in ihnen eingebettete Widerstandsfähigkeit ehrt.
Aus persönlichen Erfahrungen und kollektiven Erzählungen schöpfend, laden ihre Stücke den Betrachter ein, zu überdenken, was es bedeutet, einen Raum, eine Rolle oder einen Körper zu bewohnen. Jedes Werk ist ein leiser Akt des Widerstands und der Reflexion, ein Grundriss für Ermächtigung, gezeichnet mit Sorgfalt, Präzision und Absicht.
Mirijam Heiler ist für ihren meditativen und minimalistischen Ansatz in der Malerei bekannt. Ihre Arbeit erkundet oft Themen wie Struktur, Rhythmus und Ruhe durch die disziplinierte Verwendung von Gittern wie in der Serie Clouds, 2023.

Heilers Gemälde sind durch Einfachheit, bewusste Reduzierung der Form und eine Palette gekennzeichnet, die zur stillen Kontemplation einlädt. Unter Verwendung sanfter, gedämpfter Töne und geometrischer Rahmen schafft sie visuelle Kompositionen, die sich sowohl geordnet als auch emotional anfühlen. Es gibt immer ein verankerndes Element in ihrer Arbeit, einen Raum, in dem subtile Variationen in Farbton und Textur Tiefe und Bewegung schaffen, trotz der minimalen visuellen Sprache.
Die Replikation spielt eine zentrale Rolle in Heilers Praxis, nicht nur als kompositorisches Mittel, sondern auch als prozessorientierte Meditation. Durch die Wiederholung von Formen und Markierungen erkundet sie Ideen von Zeit, Balance und Unvollkommenheit. Jedes Werk hält die Spannung zwischen Einheitlichkeit und Individualität, zwischen Mechanischem und Handgefertigtem.
Mirijam Heilers Gemälde sprechen eine zeitgenössische Sensibilität an, die in Zurückhaltung und Introspektion verwurzelt ist. In einer überstimulierten Welt bietet ihre Arbeit einen leisen Gegenpol, eine Einladung, innezuhalten und die Schönheit in Stille, Muster und sanfter Beharrlichkeit zu betrachten.

The Event

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Carte Blanche

Ein Raum für zeitgenössische Perspektiven. Lokale und internationale Künstlerinnen und Künstler zeigen ihre Arbeiten in einem hybriden Format – als physische Ausstellung im Haus und als digitale Galerie.

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